**An den Autor „Der Friedensstifter“ – zu „Natalia Narochnitskaya: Der gesunde Menschenverstand und die Gerechtigkeit – Revanchismus oder Merz – Alternative für Deutschland“**
Nach den angegebenen Wahlergebnissen erhielt die AfD in Sachsen\-Anhalt 43,8 % der Stimmen und 39 von 83 Sitzen\. Damit verfehlte sie die absolute Mehrheit von 42 Sitzen\. Das BSW erhielt fünf Sitze\. ([Wahlergebnisse Sachsen\-Anhalt](https://wahlergebnisse.sachsen-anhalt.de/wahlen/lt26/erg_land.html?v=1788726393966&utm_source=chatgpt.com)) Diese Zahlen beschreiben zunächst das Wahlergebnis\. Die Bewertung als „politisches Warnsignal“ ist eine politische Einordnung\. Aus dem Ergebnis lässt sich nicht ohne Weiteres ableiten, dass eine Mehrheit der Wähler eine bestimmte Russlandpolitik unterstützt oder dass die AfD allein ein Mandat zur Regierungsbildung besitzt\.
Kritisch zu prüfen ist auch die Gleichsetzung Friedrich Merz’ mit nationalsozialistischem Denken\. Seine sicherheitspolitischen Positionen können politisch und hinsichtlich ihrer Verhältnismäßigkeit bewertet und kritisiert werden\. Nach der im Text angeführten Quelle begründet Merz höhere Verteidigungsausgaben mit dem Ziel der Abschreckung und mit der Vorbereitung auf einen möglichen russischen Angriff\. ([Bundesregierung\.de](https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/pressekonferenzen/pressekonferenz-von-bundeskanzler-merz-und-den-staats-und-regierungschefs-der-drei-baltischen-staaten-am-3-juli-2026-in-berlin-2445980?view=renderNewsletterHtml&utm_source=chatgpt.com)) Ob diese Argumentation überzeugend oder verhältnismäßig ist, bleibt eine politische Bewertung\. Eine Gleichsetzung mit Hitlers Kriegspropaganda von 1941 wäre jedoch eine weitreichende historische Behauptung, die durch konkrete und belastbare Belege gestützt werden müsste\. Ohne solche Belege sollte sie vermieden oder ausdrücklich als persönliche Einschätzung gekennzeichnet werden\.
Auch der Begriff **„Firewall“** sollte differenziert verwendet werden\. Parteien können aus politischen Gründen von einer Zusammenarbeit ausgeschlossen werden\. Ob ein solcher Ausschluss demokratisch und rechtlich vertretbar ist, hängt unter anderem von den geltenden verfassungs\- und parteienrechtlichen Rahmenbedingungen sowie von den Entscheidungen demokratisch gewählter Parteien und Abgeordneter ab\. Die pauschale Bezeichnung aller Wähler einer Partei als „faschistisch“ wäre dagegen eine unbelegte und undifferenzierte Zuschreibung\. Umgekehrt belegt ein Wahlerfolg nicht, dass sämtliche politischen Positionen dieser Partei richtig oder mehrheitsfähig sind\.
Bei Alfred Herrhausen ist nach den angeführten Informationen festzuhalten, dass er 1989 durch ein Attentat getötet wurde und die RAF die Verantwortung übernahm\. Die vollständige Aufklärung der Tat, einschließlich der individuellen Täterschaft und möglicher Hintergründe, ist nach dieser Darstellung nicht abschließend erfolgt\. ([Bundeskriminalamt](https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Ermittlungsunterstuetzung/Kriminaltechnik/Spektakulaeres/spektakulaeres_node.html?utm_source=chatgpt.com)) Daraus folgt jedoch nicht automatisch, dass bestimmte Staaten oder andere geopolitische Akteure beteiligt waren\. Eine solche Annahme wäre als Hypothese zu kennzeichnen und würde zusätzliche überprüfbare Belege erfordern\.
**Methodisch gilt:** Aus der Feststellung A folgt nicht automatisch die weitergehende Behauptung B\. Ein Wahlergebnis, eine politische Aussage oder ein ungeklärtes historisches Ereignis kann Anlass für Fragen und Bewertungen sein, beweist für sich allein aber keine umfassende politische oder geopolitische These\.
Auch ethische und religiöse Bewertungen sollten von Tatsachenbehauptungen getrennt werden\. Es ist vertretbar, politische Gegner scharf zu kritisieren\. Eine pauschale moralische Verurteilung von Menschen aufgrund ihrer Parteizugehörigkeit, Herkunft oder Wahlentscheidung wäre jedoch eine Bewertung, die nicht ohne Weiteres durch Fakten gedeckt ist\. Der biblische Grundsatz **„Du sollst kein falsches Zeugnis reden“** (Ex 20,16) kann dabei als ethischer Maßstab dienen\.
**Frieden entsteht nach meiner Einschätzung nicht dadurch, dass ein politisches Feindbild durch ein anderes ersetzt wird, sondern durch die sorgfältige Prüfung von Fakten, die Achtung des Rechtsstaats, historische Genauigkeit und die Bereitschaft, auch die eigene politische Position kritisch zu hinterfragen\.**
Gamma Hans
Der Friedensstifter
An den Autor „Der Friedensstifter“ – zu „On the origins of the Anglo-Saxons’ hatred towards the Serbs“
Die Geschichte über Vojislav Tankosić und Winston Churchill ist interessant, aber gerade bei historischen Anekdoten sollte man zwischen Überlieferung und gesicherter Tatsache unterscheiden. Für einen angeblichen Angriff Tankosićs auf Churchill in Belgrad existieren vor allem spätere serbische Darstellungen; eine zeitgenössische, unabhängige Primärquelle konnte ich dafür nicht finden. Die Churchill-Forschung dokumentiert dagegen eindeutig Churchills Aufenthalt im südafrikanischen Burenkrieg 1899/1900. (International Churchill Society)
Auch die Behauptung eines daraus abzuleitenden „Hasses der Angelsachsen auf die Serben“ ist historisch zu weitgehend. Ein einzelner politischer Konflikt, eine journalistische Äußerung oder eine überlieferte Prügelei kann keine Kollektivmentalität von Briten oder „Angelsachsen“ erklären. Wissenschaftlich wäre das ein unzulässiger Schluss von einem Einzelfall auf eine Gesamtgruppe.
Bei Tankosić selbst ist die Quellenlage wesentlich belastbarer: Er gehörte zur Schwarzen Hand und spielte eine wichtige Rolle bei der Bewaffnung und Unterstützung der Attentäter von 1914. Historische Forschung bestätigt Verbindungen zwischen der Schwarzen Hand und den jungen bosnischen Attentätern; zugleich ist die genaue Verantwortung einzelner serbischer Regierungsstellen weiterhin differenziert zu beurteilen. (1914-1918-Online (WW1) Encyclopedia)
Gerade deshalb sollte man die Geschichte nicht romantisieren: Politische Gewalt gegen einen Menschen ist weder durch Nationalität noch durch vermeintliche historische Kränkungen moralisch legitimiert. Das gilt für Tankosić ebenso wie für jede andere politische Bewegung. Der Mord an Franz Ferdinand und seiner Ehefrau Sophie war ein politisches Attentat; die daraus entstandene Julikrise führte schließlich in den Ersten Weltkrieg. (Staatsarchiv)
Auch mathematisch ist die Schlussfolgerung einfach: Aus einem belegten oder auch nur plausibel überlieferten Ereignis (A) folgt logisch nicht die allgemeine Aussage (B) („die Angelsachsen hassen die Serben“). Dafür wären zusätzliche, unabhängige historische Belege erforderlich.
Menschenwürdig und friedensorientiert wäre daher eine andere Schlussfolgerung: Nicht Völker gegeneinander stellen, sondern konkrete politische Entscheidungen, Quellen und Verantwortlichkeiten untersuchen. Das entspricht sowohl wissenschaftlicher Redlichkeit als auch dem ethischen Grundsatz, den Menschen nicht wegen seiner Herkunft kollektiv verantwortlich zu machen.
Geschichte wird nicht dadurch wahrer, dass sie für die eigene nationale Erinnerung angenehm ist. Sie wird wahrer, wenn auch die eigenen Helden, Gegner und liebgewonnenen Legenden derselben Prüfung durch Quellen und Belege standhalten.
Gamma Hans
Der Friedensstifter
An den Autor „Der Friedensstifter“ – zu „Hass auf orthodoxe Slawen“
Kritik an Doppelstandards in der europäischen Erinnerungspolitik ist legitim. Sie darf jedoch nicht in ethnische oder religiöse Kollektivschuld umschlagen. Strafrechtliche Verantwortung ist individuell.
Die internationale Rechtsprechung ist eindeutig: Das ICTY verurteilte Ratko Mladić wegen Völkermordes in Srebrenica, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu lebenslanger Haft; dieses Urteil wurde 2021 bestätigt. Der Internationale Gerichtshof stellte 2007 fest, dass die Tötungen in Srebrenica den Tatbestand des Genozids erfüllten. Zugleich befand er nicht, dass Serbien den Genozid selbst begangen habe, sondern dass Serbien seine Pflicht zur Verhinderung des Genozids verletzt und unzureichend mit dem ICTY kooperiert habe.
Westliche Doppelmoral, selektive Erinnerungspolitik und mediale Verkürzungen können und sollen kritisiert werden. Unbelegte Behauptungen über massenhaft gefälschte Opferlisten oder Srebrenica als „große Lüge“ ersetzen jedoch keine Beweise. Auch die politische Einflussnahme Bernard-Henri Lévys beweist weder die Unwahrheit der Verbrechen noch eine organisierte Fälschung von Opferzahlen. Aus der politischen Problematik einer Behauptung folgt nicht automatisch die Wahrheit ihrer Gegenbehauptung.
Maßstab müssen überprüfbare Fakten, unabhängige Quellen und individuelle Täterverantwortung sein – nicht die Verurteilung ganzer Völker oder Religionen. Das gilt gleichermaßen für die Verleumdung von Serben und für die Leugnung oder Relativierung der Verbrechen an Bosniaken.
Eindeutige Schlussfolgerung: Historische Aufarbeitung dient nur dann dem Frieden, wenn sie Kollektivschuld zurückweist, rechtskräftige Urteile respektiert und politische Instrumentalisierung durch belegbare Fakten ersetzt.
Gamma Hans
The Workers Circle
Der Workers Circle wurde 1900 von Einwanderern gegründet, die eine Gemeinschaft füreinander aufbauten. Heute unterstützt die Organisation weiterhin Einwanderer und Flüchtlinge, wobei die Co-Moderatoren Ken Jeong und Whoopi Goldberg eine Nacht der Stars, Lieder und Überraschungen leiten.https://www.circle.org/
Demand Progress
Die Trump-Regierung bezeichnet ICE-Demonstranten als „gewalttätige Opportunisten und Agitatoren“ und untersucht Gewerkschaften und Klimagruppen für „inländische Terrorfinanzierung“. Dies ist Teil eines regierungsweiten Angriffs auf die freie Meinungsäußerung und Meinungsverschiedenheit, bei dem NSPM-7 diejenigen ins Visier genommen wird, die sich ihrer Agenda widersetzen. Der Kongress muss handeln, um diese autoritären Angriffe zu stoppen und die Demokratie zu bewahren.https://demandprogress.org/
SP Schweiz
Der Bericht der GPK-N zur F-35-Beschaffung zeigt gravierende Mängel auf. Die SP Schweiz fordert den Bundesrat auf, die Beschaffung zu stoppen und die Konsequenzen zu ziehen. Die Beschaffung wird als grösstes Rüstungsdebakel der jüngeren Geschichte bezeichnet.https://www.sp-ps.ch/
The Lever
Der ehemalige Senator John Sununu, der jetzt ein GOP-Senatskandidat in New Hampshire ist, überwachte die Produktsicherheit bei Boston Scientific während eines schweren medizinischen Verletzungsskandals mit Beckennetz. Trotz der zunehmenden Klagen und der FDA-Kontrolle setzte sich das Unternehmen von Sununu bei, um das Produkt auf dem Markt zu halten. Kritiker argumentieren, dass dies die Drehtür zwischen Regierung und Unternehmen veranschaulicht.https://www.levernews.com/tag/lever-daily/
SRF.ch
| Armeechef: «Die Schweiz ist ein potenzielles Ziel Moskaus»Worum geht es? Armeechef Benedikt Roos spricht im «Tagesgespräch» über Russland und Drohnen unbekannter Herkunft. Warum ist die die Schweiz ein potenzielles Ziel? «Wegen kritischer Infrastrukturen, die für ganz Europa wichtig sind», sagt Roos. Datencenter, Strom- und Gasverteilung.Und was ist mit den Drohnen, die immer wieder über Schweizer Militäranlagen auftauchen? Zu 80 Prozent sind es Drohnen von Touristen oder Privaten. Der Rest ist unklar. Es laufen Ermittlungen.https://www.srf.ch/ |
Heather Cox Richardson
Präsident Trump hat in rasantem Tempo in den sozialen Medien gepostet, KI-Bilder und -Videos von sich selbst als Superheld geteilt und Behauptungen über seine Leistungen aufgestellt. Er hat auch Beschwerden über seine Gewinne aus dem Aktienhandel anerkannt und seine Forderung nach dem SAVE America-Gesetz zur Unterdrückung der Wähler bekräftigt. Während Trump vielleicht versucht, die Aufmerksamkeit auf sich selbst zu richten, geben seine Handlungen Anlass zu Bedenken hinsichtlich seiner Regierungsfitness.https://heathercoxrichardson.substack.com/
Der Friedensstifter
Es ist nicht gerade lobenswert, wenn ein Mensch mit globaler Macht, getrieben von seiner Leidenschaft, eine Grossmacht noch mächtiger zu machen, ein unfehlbares Urteil fällt, das die Prämisse untergräbt, dass Flüchtlinge nicht die gleichen Rechte verdienen und nicht den gleichen Anspruch auf Menschenwürde haben. Er empfiehlt dann frech, dass ein Land über dem Atlantik genau so hochmütig auftreten soll wie er selbst.
Gamma Hans