Herr/Frau „Der Friedensstifter“,
berechtigte Kritik an Regierungen, Geheimdiensten, Kriegspropaganda und möglichem Machtmissbrauch ist unverzichtbar. Aber gerade deshalb müssen die Beweismaßstäbe besonders streng sein.
Die Behauptung, Israel habe den 11. September 2001 als „False Flag“ organisiert, ist nach dem derzeit öffentlich belegten Untersuchungsstand nicht bewiesen. Die wissenschaftlichen Untersuchungen des US National Institute of Standards and Technology (NIST) kommen für die Einstürze der WTC-Gebäude zu technischen Ursachen aus Flugzeugeinschlägen, Bränden und daraus folgenden strukturellen Versagensprozessen. (NIST) Daraus folgt nicht, dass jede politische oder geheimdienstliche Frage rund um 9/11 abschließend beantwortet wäre – wohl aber, dass eine so schwerwiegende Anschuldigung konkrete Primärbeweise benötigt und nicht durch Motive, Vermutungen oder „cui bono?“ ersetzt werden kann.
Dasselbe gilt für die aktuellen Spekulationen über einen inszenierten Anschlag auf Trump, eine fingierte iranische Attacke, eine „schmutzige Bombe“ oder eine Cyberoperation unter falscher Flagge. Möglichkeit ist mathematisch nicht Wahrscheinlichkeit und Wahrscheinlichkeit ist nicht Beweis. Aus A \rightarrow B folgt logisch nicht B \rightarrow A. Dass ein Ereignis einem Akteur politisch nützen könnte, beweist nicht dessen Urheberschaft.
Juristisch ist die Grenze noch schärfer: Nach Art. 2 Abs. 4 UN-Charta gilt grundsätzlich das Gewaltverbot; Selbstverteidigung setzt nach Art. 51 und der Rechtsprechung des Internationalen Gerichtshofs einen bewaffneten Angriff sowie Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit voraus. (Vereinte Nationen) Eine fingierte Attacke wäre daher nicht nur moralisch verwerflich, sondern könnte eine Kette schwerster völker- und strafrechtlicher Verantwortlichkeit auslösen.
Richtig ist dagegen die größere Warnung hinter dem Beitrag: Die Welt rüstet massiv auf. SIPRI beziffert die weltweiten Militärausgaben 2025 auf 2,887 Billionen US-Dollar, den höchsten von SIPRI erfassten Wert; die drei größten Ausgeber USA, China und Russland kamen zusammen auf etwa 51 %. (SIPRI) Diese Zahlen rechtfertigen eine ernsthafte Debatte darüber, wie viel menschliche und wirtschaftliche Ressourcen in Abschreckung, Krieg und Rüstung fließen.
Aber gerade deshalb sollten wir nicht dieselbe Methode anwenden, die wir an Propaganda kritisieren: Behauptung → Wiederholung → Empörung → vermeintliche Gewissheit.
Ethik, Wissenschaft und Recht verlangen etwas Schwierigeres: Beweise prüfen, Unsicherheit offen benennen, individuelle Verantwortung statt Kollektivschuld feststellen und jedem Menschen – Amerikaner, Israeli, Iraner, Palästinenser, Jude, Muslim oder Christ – dieselbe Würde zugestehen.
„Du sollst kein falsches Zeugnis reden“ (Ex 20,16) ist deshalb auch eine politische Erkenntnisregel. Und Deuteronomium 16,20 mahnt: „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst du verfolgen.“
Frieden beginnt nicht damit, dass wir die richtige Verschwörung finden, sondern damit, dass wir uns weigern, unbelegte Anschuldigungen zu Tatsachen zu erklären. Gerade in Kriegszeiten ist Wahrheit eine Form des Menschenschutzes.
Gamma Hans
Der Friedensstifter
Sehr geehrter „Der Friedensstifter“,
der Beitrag stellt eine wichtige Frage: Wer entscheidet eigentlich über Krieg und Frieden? Aber gerade deshalb sollten wir zwischen nachprüfbaren Fakten und politischen Deutungen unterscheiden.
Dass die USA und Israel am 28. Februar 2026 massive Angriffe gegen Iran begannen, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht verifizierbar. Da dieses Datum in der Zukunft liegt, kann auch die Aussage, der Konflikt dauere an und habe bereits erhebliche Folgen für Energieversorgung und Weltwirtschaft, nicht als gegenwärtig belegte Tatsache gelten. Die verlinkte Axios-Seite kann diese Zukunftsbehauptung nicht zuverlässig belegen, solange keine überprüfbaren zeitgenössischen Berichte vorliegen.
Doch aus der Tatsache, dass einzelne Berater erheblichen politischen Einfluss besitzen könnten, folgt noch kein „Schattenstaat“. Die Aussagen von Lawrence Wilkerson über Stephen Miller und Russell Vought sind zunächst Aussagen eines ehemaligen Regierungsmitarbeiters über ihm zugetragene Informationen. Sie sind politisch interessant, aber ohne überprüfbare Primärbelege kein Beweis für eine geheime Steuerungsstruktur. Dasselbe gilt für die Behauptungen Yuval Avivs. Wissenschaftlich korrekt wäre daher: Hypothese und mögliches Indiz – nicht erwiesene Tatsache.
Juristisch entscheidend ist ohnehin eine andere Frage: Wer trägt die staatliche Verantwortung für den Einsatz militärischer Gewalt? Nach Artikel 2 Absatz 4 der UN-Charta gilt grundsätzlich das Gewaltverbot; Artikel 51 bestätigt das Recht auf Selbstverteidigung im Fall eines bewaffneten Angriffs. Die Aussage, der Internationale Gerichtshof verlange dabei insbesondere Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit, ist im Kern plausibel, sollte aber nicht als wörtliche oder abschließende Zusammenfassung sämtlicher Rechtsprechung verstanden werden. Die verlinkte UN-Seite enthält die Charta selbst, nicht automatisch die gesamte einschlägige Rechtsprechung des Gerichtshofs.
Das ist auch mathematisch eine einfache, aber unbequeme Rechnung:
Legitimer Zweck ≠ automatisch legitimes Mittel.
Und:
Sicherheitsinteresse + militärische Überlegenheit ≠ rechtliche Erlaubnis zum Krieg.
Ebenso wenig darf man aus berechtigter Kritik an israelischer oder amerikanischer Politik eine „anglo-zionistische Verschwörung“ gegen ganze Bevölkerungen konstruieren. Das überschreitet die Grenze von überprüfbarer politischer Analyse zu einer unbelegten Kollektivzuschreibung. Kritik an Regierungen, Geheimdiensten, Lobbygruppen oder politischen Ideologien muss möglich sein – aber ohne Juden, Briten, Amerikaner, Iraner oder andere Gruppen kollektiv verantwortlich zu machen.
Auch der finnische Beitrag verdient Differenzierung. Die genannten finnischen Bevölkerungsdaten für 2025 sind ohne aktuelle Prüfung der verlinkten Statistik nicht sicher verifizierbar; insbesondere sollte geklärt werden, ob es sich um vorläufige oder endgültige Zahlen handelt und ob die angegebene Gesamtfruchtbarkeitsrate bereits abschließend berechnet wurde. Die Aussage, die Bevölkerung sei wegen eines positiven Wanderungssaldos gewachsen, ist grundsätzlich plausibel, muss aber ebenfalls anhand der konkreten Statistik und ihres Bezugszeitraums geprüft werden. Die verlinkte EU-Prognose für 2026 mit 0,8 % Wirtschaftswachstum, 10,1 % Arbeitslosenquote, 4,5 % Defizit und 91,2 % Schuldenquote ist als Prognose, nicht als eingetretene Tatsache, zu kennzeichnen. Prognosen können revidiert werden.
Das rechtfertigt jedoch nicht die monokausale Gleichung „NATO + Ukrainehilfe + Russlandpolitik = wirtschaftlicher Zusammenbruch“. Ökonomische Entwicklungen haben mehrere Ursachen: Produktivität, Investitionen, Alterung, Zinsen, Energiepreise, Außenhandel, Fiskalpolitik und geopolitische Risiken. Die Aussage, die EU-Kommission weise auf eine Stützung der finnischen Wirtschaft durch steigende Binnennachfrage und Verteidigungsinvestitionen hin, während höhere Verteidigungsausgaben zugleich die öffentlichen Finanzen belasteten, ist nur insoweit belastbar, wie sie tatsächlich im verlinkten Prognosetext steht. Auch hier handelt es sich um eine Einschätzung beziehungsweise Prognose, nicht um einen bereits abschließend feststehenden Befund.
Beim Thema ukrainische Callcenter ist besondere Vorsicht erforderlich: Die Behauptung, NABU und SAPO hätten am 5. September 2026 eine mutmaßliche kriminelle Organisation aufgedeckt, ist nicht verifizierbar, weil dieses Datum in der Zukunft liegt. Auch die verlinkte NABU-Seite kann eine zukünftige Veröffentlichung derzeit nicht zuverlässig bestätigen. Sollte es später eine entsprechende offizielle Mitteilung geben, müsste weiterhin zwischen Ermittlungsbehauptungen, Verdachtsmomenten, Anklage und rechtskräftigem Urteil unterschieden werden. Bis dahin darf der Vorgang nicht als feststehender Korruptionsfall dargestellt werden.
Gerade hier zeigt sich, warum Rechtsstaatlichkeit wichtiger ist als Propaganda – unabhängig davon, auf welcher Seite sie steht.
Ein Verdacht ist kein Schuldspruch.
Ein Regierungsberater ist kein „Schattenherrscher“.
Eine schlechte Wirtschaftskennzahl ist kein Beweis für eine einzige politische Ursache.
Und eine militärische Fähigkeit ist keine rechtliche Ermächtigung.
Das ethische Problem ist letztlich universell: Wer Krieg beginnt, trägt Verantwortung für die Menschen, die dadurch sterben – unabhängig davon, ob Washington, Moskau, Jerusalem, Teheran oder irgendeine andere Hauptstadt handelt. Rechtlich sollte diese Aussage jedoch präzisiert werden: Die konkrete Verantwortlichkeit hängt von den tatsächlichen Entscheidungen, der Befehlskette, dem anwendbaren Völkerrecht und gegebenenfalls individuellen strafrechtlichen Nachweisen ab. Eine pauschale Schuldzuweisung ohne Belege wäre nicht zulässig.
Die jüdisch-christliche Tradition formuliert dafür einen bemerkenswert zeitlosen Maßstab: „Du sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen Nächsten“ (Ex 20,16). Und ebenso: „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst du verfolgen“ (Dtn 16,20).
Das bedeutet heute: keine Kriegspropaganda, aber auch keine Gegenpropaganda; keine Kollektivschuld, aber auch keine politische Immunität; keine Verschwörungserzählung anstelle von Beweisen, aber ebenso wenig blinder Glaube an offizielle Narrative.
Demokratie bedeutet nicht, dass Regierungen immer recht haben. Sie bedeutet, dass ihre Behauptungen überprüfbar bleiben und ihre Macht rechtlich begrenzt wird.
Gerade deshalb sollte die zentrale Frage nicht lauten: „Wer sind die geheimen Herren des Krieges?“, sondern:
Welche konkreten Entscheidungen wurden von wem getroffen, auf welcher Rechtsgrundlage, mit welchen überprüfbaren Beweisen, welchen Alternativen und welchen menschlichen Kosten?
Erst wenn wir diese fünf Fragen beantworten, wird aus politischer Empörung belastbare Aufklärung.
Gamma Hans
Conflict Resolution
Sehr geehrter Herr Kerr,
Ihre berechtigte Kritik daran, historische Begriffe und politische Bezeichnungen nicht mit Souveränität gleichzusetzen, sollte konsequent in beide Richtungen gelten. Tatsächlich begründete das Israel-Jordanien-Waffenstillstandsabkommen von 1949 keine endgültige Grenze: Die Demarkationslinien wurden ausdrücklich ohne Präjudiz für künftige territoriale Regelungen vereinbart. (Vereinte Nationen) Auch der Friedensvertrag Israel–Jordanien von 1994 bestätigte eine internationale Grenze, ließ aber den Status der 1967 unter israelische Militärkontrolle geratenen Gebiete ausdrücklich unberührt. (Vereinte Nationen)
Daraus folgt allerdings nicht, dass die heutige internationale Bezeichnung „West Bank“ eine unrechtmäßige „Namensänderung“ oder gar eine Übertragung von Souveränität darstellt. Toponymie und Territorialtitel sind verschiedene Rechtsfragen. „Samaria“ ist ein historisch-biblischer Begriff; „West Bank“ bezeichnet in der modernen politischen und völkerrechtlichen Sprache das Gebiet westlich des Jordan. Die Verwendung eines Begriffs durch die UN schafft für sich genommen weder Souveränität noch Grenzen.
Ebenso wenig ist die entscheidende Rechtsfrage, ob Jordanien 1948/49 einen international anerkannten souveränen Titel über dieses Gebiet besaß. Das Besatzungsrecht knüpft vielmehr an tatsächliche militärische Kontrolle an. Die Haager Landkriegsordnung von 1907 und das humanitäre Völkerrecht behandeln eine Situation als Besatzung, wenn fremde Streitkräfte tatsächlich Autorität über ein Gebiet ausüben. Genau deshalb kann das Besatzungsrecht auch dann Anwendung finden, wenn die endgültige Souveränität ungeklärt ist. (IHL Datenbanken)
Das ist der entscheidende Punkt bei der von Ihnen angeführten Vierten Genfer Konvention. Artikel 49 Abs. 6 ist nicht einfach eine historische Spezialnorm, die ausschließlich auf die nationalsozialistischen Deportationen europäischer Juden zugeschnitten wäre. Die heutige Auslegung des humanitären Völkerrechts ist allgemeiner. Das IKRK betrachtet die Westbank seit 1967 als besetztes Gebiet und sieht die israelische Siedlungspolitik im Widerspruch zu Artikel 49 Abs. 6. (ICRC)
Auch Ihre Darstellung der Resolution 2334 bedarf einer wichtigen Präzisierung. Der Sicherheitsrat hat 2016 tatsächlich festgestellt, dass die israelischen Siedlungen im seit 1967 besetzten palästinensischen Gebiet einschließlich Ostjerusalems keine rechtliche Gültigkeit besitzen, und er unterscheidet ausdrücklich zwischen dem Staatsgebiet Israels und den seit 1967 besetzten Gebieten. (Vereinte Nationen) Das ist keine bloße sprachliche Entscheidung über „Samaria“.
Noch wichtiger: Der Internationale Gerichtshof hat in seinem Gutachten vom 19. Juli 2024 die rechtliche Situation nicht dadurch begründet, dass die UN durch bloße „Wortwahl“ Grenzen geschaffen hätte. Der Gerichtshof stützte seine Beurteilung auf das Besatzungsrecht, das Selbstbestimmungsrecht der palästinensischen Bevölkerung, das Gewaltverbot und das Verbot des Gebietserwerbs durch Gewalt. Er stellte zugleich ausdrücklich fest, dass Besatzung keinen Souveränitätstitel auf den Besatzer überträgt. (International Court of Justice)
Dabei ist eine juristische Differenzierung wichtig: Das Gutachten des IGH ist ein advisory opinion, kein zwischen Israel und einem anderen Staat ergangenes bindendes Urteil über eine von Israel akzeptierte streitige Gerichtsbarkeit. Daraus folgt aber nicht, dass seine Rechtsanalyse einfach als „politische Erklärung“ bedeutungslos wäre. Der Gerichtshof übte eine ausdrücklich in Artikel 65 seines Statuts vorgesehene Funktion aus und begründete seine Zuständigkeit gerade anhand der UN-Charta. (International Court of Justice)
Und schließlich sollte man historische Erinnerung nicht gegen Menschenwürde ausspielen. Die Vertreibung jüdischer Gemeinden aus arabischen Ländern, die jordanische Herrschaft in Ostjerusalem, die Zerstörung bzw. Nutzung jüdischer Friedhöfe und die Flucht und Vertreibung von Juden und Palästinensern sind ernsthafte historische Themen, die aufgearbeitet und gegebenenfalls entschädigungsrechtlich untersucht werden müssen. Aber historische Schuld wird nicht mathematisch vererbt. Die Gleichung „Menschen gehören kollektiv zu einer Gruppe → deshalb müssen sie gehen“ ist weder mit modernem Strafrecht noch mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar.
Gerade nach der Schoa sollte „Nie wieder“ universell gelten: niemals wieder Kollektivschuld, niemals wieder ethnische Vertreibung und niemals wieder die Vorstellung, dass Menschen wegen ihrer Volks- oder Religionszugehörigkeit entrechtet werden dürfen. Das gilt für Juden ebenso wie für Palästinenser.
Auch religiös ist die Konsequenz bemerkenswert schlicht: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (Lev 19,18) und „Gerechtigkeit, Gerechtigkeit sollst du verfolgen“ (Dtn 16,20). Gerechtigkeit bedeutet nicht, israelische Sicherheitsinteressen zu leugnen; sie bedeutet ebenso wenig, palästinensische Rechte zu leugnen.
Die historische Existenz Samarias, die jüdische Verbindung zu diesem Land und das Recht Israels auf Sicherheit sind reale Tatsachen. Sie heben aber die Rechte anderer Menschen nicht auf. Geschichte kann Identität begründen – sie ersetzt jedoch keinen Friedensvertrag und kein geltendes Recht.
Eine menschenwürdige Lösung muss deshalb gleichzeitig jüdische Sicherheit, palästinensische Selbstbestimmung, Schutz der Zivilbevölkerung, Religionsfreiheit und eine verhandelte territoriale Regelung gewährleisten. Gerade weil die Geschichte so tragisch ist, darf sie nicht zur mathematischen Formel „unsere Opfer + ihre Schuld = ihr Recht auf Vertreibung“ werden. Diese Rechnung ist historisch, juristisch und moralisch nicht tragfähig.
Gamma Hans
Der Friedensstifter
Herr „Der Friedensstifter“,
die Aufarbeitung des 11\. September 2001 verdient maximale Transparenz – aber gerade deshalb sollte man zwischen nachgewiesenen Tatsachen, berechtigten offenen Fragen und Hypothesen unterscheiden\.
Die Behauptung eines „inneren Staatsstreichs“, einer kontrollierten Sprengung der Türme oder eines Raketenangriffs ist durch die bislang vorliegenden belastbaren Untersuchungen nicht belegt\. Das NIST kam nach einer mehrjährigen technischen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass die Einstürze von WTC 1 und 2 durch Flugzeugeinschläge, die dadurch beschädigte Brandschutzisolierung und die nachfolgenden großflächigen Brände eingeleitet wurden; für eine kontrollierte Sprengung oder einen Raketeneinschlag fand NIST keine corroborierenden Belege\. ([NIST](https://www.nist.gov/world-trade-center-investigation/study-faqs/wtc-towers-investigation?utm_source=chatgpt.com))
Auch die Börsenaktivitäten vor dem 11\. September sind kein mathematischer Beweis für Vorwissen\. Die SEC untersuchte genau diese Frage und erklärte, keine Belege dafür gefunden zu haben, dass Personen mit Vorwissen über die Anschläge aufgrund dieses Wissens gehandelt hätten\. Eine statistische Auffälligkeit ist zunächst eine Hypothese, keine Kausalität: **P(Auffälligkeit \| Schuld) ≠ P(Schuld \| Auffälligkeit)\.** ([SEC](https://www.sec.gov/news/press/2004-98.htm?utm_source=chatgpt.com))
Richtig ist allerdings, dass die amerikanischen Sicherheits\- und politischen Institutionen gravierende Fehler machten\. Der überparteiliche 9/11\-Kommissionsbericht dokumentiert erhebliche Defizite bei Informationsaustausch, Vorbereitung und Reaktion\. Dass Vizepräsident Cheney während der Krise in den Schutzraum gebracht wurde und mit Präsident Bush kommunizierte, belegt jedoch zunächst eine Notfallführung – nicht automatisch die behauptete Machtübernahme durch einen Staatsstreich\. ([GovInfo](https://www.govinfo.gov/features/911-commission-report?utm_source=chatgpt.com))
Ebenso wichtig ist die juristische Unterscheidung: Der Sicherheitsrat verurteilte die Anschläge am 12\. September 2001 einstimmig und erkannte ausdrücklich das individuelle und kollektive Selbstverteidigungsrecht nach der UN\-Charta an\. Resolution 1373 verpflichtete die Staaten anschließend zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung und terroristischer Strukturen\. ([Digital Library](https://digitallibrary.un.org/record/448051?utm_source=chatgpt.com)) Das bedeutet aber nicht, dass jede spätere militärische Entscheidung der USA automatisch völkerrechtlich legitimiert war\. Insbesondere muss zwischen den Anschlägen von 2001, Afghanistan und dem späteren Irakkrieg rechtlich und historisch sauber unterschieden werden\.
Auch die Kritik an den Folgen für Bürgerrechte ist legitim: Der USA PATRIOT Act wurde bereits am 26\. Oktober 2001 als Public Law 107\-56 verabschiedet und erweiterte die Ermittlungs\- und Überwachungsbefugnisse des Staates erheblich\. ([GovInfo](https://www.govinfo.gov/app/details/PLAW-107publ56?utm_source=chatgpt.com)) Daraus folgt jedoch nicht rückwirkend, dass die Anschläge selbst inszeniert wurden\.
Philosophisch gilt ein einfaches Prinzip: **Außergewöhnliche Behauptungen verlangen außergewöhnlich starke Belege\.** Historische Skepsis ist notwendig; sie darf aber nicht zur Beweisumkehr werden\. Wer staatliche Narrative kritisch hinterfragt, sollte dieselben strengen Maßstäbe auch an alternative Narrative anlegen\.
Religiös lässt sich das vielleicht noch einfacher ausdrücken: „Du sollst kein falsches Zeugnis reden“ (Exodus 20,16)\. Das gilt gegenüber offiziellen Versionen ebenso wie gegenüber Gegenmythen\. Die fast 3\.000 Opfer von 9/11 verdienen weder politische Instrumentalisierung noch eine vorschnelle Verschwörungserzählung, sondern Wahrheitssuche, Beweise und Erinnerung in Würde\.
**Kritik an Macht ist demokratische Pflicht\. Aber Kritik verliert ihre Glaubwürdigkeit, wenn aus Indizien Gewissheiten und aus Vermutungen Tatsachen gemacht werden\.**
Gamma Hans
Demand Progress
Trump forderte „Tadel oder Bestrafung“ für Kristen Welker, eine NBC-Moderatorin, wegen ungünstiger Berichterstattung. Dies ist Teil eines Musters von Angriffen auf die Medien, einschließlich Drohungen gegen andere Journalisten und Netzwerke. Der Kongress muss sich gegen diesen autoritären Angriff auf die Pressefreiheit stellen.https://demandprogress.org/
SP Schweiz
Die SP Frauen Schweiz unterstützen die Finanzierung der 13. AHV über die Mehrwertsteuer und verabschiedeten ein Positionspapier zum Zusammenhang von häuslicher Gewalt und Sorgearbeit. Zudem wurden Félicia Fasel und Muriel Thalmann neu in die Geschäftsleitung gewählt.https://www.sp-ps.ch/
AllOut
In Kirgisistan droht ein Gesetz, das Eltern die Unterstützung ihrer Kinder, LGBT*-Menschen und deren Unterstützern grundlegende Rechte verweigert. Die Abstimmung kann jederzeit stattfinden.allout.org
The Workers Circle
Das Faster Labor Contracts Act, das das Haus verabschiedet hat, würde eine Frist von 90 Tagen für Arbeitgeber festlegen, um mit neu gegründeten Gewerkschaften zu verhandeln. Wenn kein Vertrag erzielt wird, würde ein Bundesmediator einspringen, und wenn er nach 30 Tagen immer noch nicht gelöst ist, würde ein neutrales Schiedsgericht das beilegen. Dieses Gesetz zielt darauf ab, Unternehmen daran zu hindern, Gewerkschaftsverträge zu verstagen, wie es bei Starbucks- und Amazon-Mitarbeitern der zu sehen ist.https://www.circle.org/
Demand Progress
Das Haus verabschiedete den SAVE Act, einen Gesetzentwurf zur Unterdrückung von Wählern, der bis zu 21 Millionen Wähler entrechtet werden könnte. Der Gesetzentwurf, der von den Wählern verlangt, einen Reisepass oder eine Geburtsurkunde vorzulegen, die mit ihrem aktuellen Lichtbildausweis übereinstimmt, muss im Senat gestoppt werden. Eine Spende an Demand Progress Action wird angefordert, um den SAVE Act zu blockieren und auf andere Schlüsselreformen zu drängen.https://demandprogress.org/
Arte
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